Andere Familien des Namens

   
 


 

 

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Andere Familien des Namens Löwenstern

 

Aus unbekannten Gründen, vielleicht nur wegen einer gewissen Ausrichtung auf Schweden während des Dreißigjährigen Krieges, war der Name Löwenstern im 17. Jahrhundert bei Adelsverleihungen sehr beliebt; außer den Rigemann v. Löwenstern gab es noch mindestens die folgenden:

 

Apelles v. Löwenstern, Matthäus, ursprünglich Matthäus Appel, G Neustadt/Schlesien 1594, D Breslau 1648, Lehrer, dann Leiter der Kirchenmusik in Neustadt, Rat des Herzogs von Oels, geadelt unter Hinzufügung des Namens Löwenstern; Verfasser der Kirchenlieder "Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit" und "Christe, du Beistand deiner Kreuzgemeinde" und weiterer.

 

Borzati v. Löwenstern, Reichsadelsstand mit "v. L." Wien 1735, VI. 21., für die aus dem Tale Mali im Tridentinischen gebürtigen Brüder Johann Baptist Borzati, Großhändler und Bankier in Venedig, und Anton B.; diese Familie blüht noch in Italien.

 

Elisäus v. Löwenstern, ohne weitere Nachrichten

 

Elsener v. Löwenstern, Reichsadelsstand mit "v. L." Wien 1667,III.12., für Johann E., Markgräflich Bad.-Durlach. Rat, Haushofmeister und Obervogt.

 

Jencken v. Löwenstern, in Australien lebende Nachkommen der Amalie v. L. /7.4.2.4.4.7./, I. H Karl Frhr. v. Tiesenhausen, II. H Dr. med. Ferdinand Jencken

/Mit Nachkommen der Amalie v. L. wurde Verbindung aufgenommen, und es konnten Unterlagen und Nachrichten ausgetauscht werden/.

 

Kunckel v. Löwenstern, Nachkommen des bekannten Alchymisten Johann, G Hütten bei Rendsburg, D Pernau 1703, III. 20., Entdecker des Phosphors und Erfinder des Rubinglases; er arbeitete auf der Pfaueninsel bei Berlin für den Großen Kurfürsten und siedelte nach desen Tode nach Stockholm über, wo ihn Karl IX. zum Bergrat ernannte und ihm 1693 unter dem obigen Namen den schwedischen Adel verlieh, GHdBR Estl., Teil II. Seine Nachkommen scheinen nach Hessen und dann nach Süddeutschland gegangen zu sein; diese Kunckel v. L. sind offenbar ausgestorben, der Kaiserlich russische Generalmajor Karl Baron v. L., D 1840, könnte von ihnen abstammen, s. u.

 

Kunckel v. Löwenstern, ursprünglich Kunckel ohne jeden Zusam- menhang mit den obigen; Georg Wilhelm Kunckel, G 1760, führt als Königlich preußischer Justitiar und Aktuar bei den Ämtern Strehlen, Prieborn und Rothschloß seit 1793 den Namen "Kunckel von Loewenstern". Preuß. Adelstand unter diesem Namen durch A. KO. Neues Palais bei Potsdam 1909, III. 29. für die Brüder Walther, Kunstmaler u. Innenarchitekt in Dachau, und Günther Kunckel, Kgl. Preuß. Leutnant und Erzieher am Kadettenhaus in Potsdam.

 

Kunckel v. Löwenstern, ursprünglich K., auch ohne jeden Zusammen-hang mit den obigen; Franz Kun(c)kel(l) (1799, VIII. 3., als "Edler v. K." in den Reichritterstand erhoben und 1804. II.26. "v. Löwenstern" benannt), Landgräflich hessen-kasselscher Regierungsvizekanzler und Oberpostdirektor.

 

Lau v. Löwenstern: Der Fürstlich kurländische Geheimrat Theodor Ludwig Lau erwarb Wien 1717, VII. 7. zugleich mit dem "Rittermäßigen Adelstand für Reich und Erblande" die Berechtigung, sich, statt mit seinem bisherigen Namen, künftig "von Löwenstern" nennen und "nach erworbenen Gütern schreiben zu dürfen, sodann noch Lehnsbesitzfähigkeit".

 

Meckel v. Löwenstern, Reichsritterstand mit "Edler v. L." Wien 1804, II. 26., für Johann Georg M., Fürstl. schwarzburgischer Geheimer Hofrat.

Rhenanus v. Löwenstern, ohne weitere Nachrichten.

 

Riedel v. Löwenstern in Franken und Sachsen, lt. Siebmacher mit anderen Wappen, sowie in der Mark Brandenburg, s. Adelslexikon von Frhr. v. Ledebur, Stammbaum beginnt 1725, Wappen Silber über Blau, im blauen Feld ein silbernes Boot mit zwei aufrecht gekreuzten Rudern

 

Riedl Edler v. Löwenstern, Adelsstand Wien 1835,VII.17., Wappen Hausruine

 

Riedl Freiherr v. Löwenstern, Matthäus, Adelsstand Wien 1700,XI.18

 

Freiherren v. Löwenstern, Reichsfreiherrnstand mit "Wohlgeboren", Wien 1676, II. 22., für Johann v. L., Kais. Rat, Reichspfennigmeister und Oberster Feldkriegskommissär.

 

Barone v. Löwenstern, jetzt in St. Petersburg lebend stammen von einem Johannes L. aus Kurland ab, möglicherweise ein Nachkomme des Salomon Loewenstern, G Mitau 1805, VI. 15., T Memel, St. Johannes 1833, VIII. 10. immatr. in Dorpat 2361, stud phil., cand. 1834, Lehrer an der Annen-Schule, dann am Cadetten-Corps in St. Petersburg, S. d. Kaufmanns Isaak L. u. d. Salome, geb. Salomon zu Mitau; aus Kurland stammen auch die anderen Träger des Namens, die im 19. Jahrhundert in Dorpat studierten, Diedrich 4361, Alexander 6750, Jakob 6818, Arnold 7055, Leopold 14270, siehe Album Acadenicum Dorpatensis.

 

Folgende Namensträger müssen noch eingeordnet werden:

 

Christian Ludwig Freiherr v. Löwenstern in Darmstadt, 1702-1755, Zeichner, Maler, Dichter und Komponist.

 

Karl Baron v. Löwenstern, G (Stuttgart 1771), D St.Petersburg, KB St.Annen 1840, H N.N. /Töchter um 1815 in Reval/, Kais. russ. Generalmajor der Artillerie. /vielleicht ein Kunckel v.L./

eine Tochter, Amalie, I. H St. Petersburg 1837, VIII.18. Jacob v. Alopäus, Kaiserlich russischer Leutnant bei der Garde-Artillerie II. H St. Petersburg 1840,II.16. Basil v. Krukowskoy, Kaiserlich russischer Hauptmann bei der Garde-Artillerie

 

W(ilhelm?) Baron v. Löwenstern, Zeichner, der um 1830 ein Leben Dr. Martin Luthers in 15 Lithographien herausgegeben hat, unter anderem ausgestellt im Heimatmuseum zu Munkmarsch auf Sylt, fast vollständig im Familienarchiv vorhanden.

 

Leo v. Löwenstern (russ. Dienstadel), Kais. russ. Staatsrat; H St. Petersburg 1864,X.11. Olga Amalie v. Bulmerincq, G St.Petersburg 1843,X.19., D das. 1919.., T.d. Kais. russ. Ingenieur-Generalleutnants Eugen v. B. u. d. Sophie Sumbatow aus Tiflis

 

Der Name Leijonstjerna oder Löwenstjerna kommt in verschiedenen Schreibweisen in Schweden und Dänemark vor und wird in der Form Löwenstern auch von jüdischen Familien geführt

 
 

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Stand 22.03.2008